Immer wieder neu

12/09/2018

 

„Immer wieder neu anfangen wollen, es für möglich halten, das ist das Weibliche in mir.“

Martin Walser

 

 

„So schön der Juli war, so schwierig war nun der August. Jeden Tag jagt man seinem Glück hinterher. Es gibt leichte und weniger leichte Momente und es vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht eine Aufgabe zu erledigen hat. Und es gibt auch dunkle Tage, an denen an die Stelle der Alltagsgedanken nur noch ein Gedanke rückt und alles andere plötzlich unwichtig scheint. Da geht es um das, was uns am liebsten ist. Da fängt man an zu hoffen, zu bitten und zu beten, auch wenn man es sonst nicht tut: - Bitte, lieber Gott, mach mein Kind gesund! -“

 

 

Diese Worte habe ich vor gut einem Monat in einem Krankenzimmer der Heidelberger Kinderklinik geschrieben. Inzwischen ist viel passiert und wir konnten glücklicherweise ein paar erholsame Tage im spätsommerlichen Südtirol verbringen.

 

 

Dem Himmel so nah, bei gutem Essen und reiner Luft, die zwischenzeitlich auch einen Hauch Schnee in unsere Näschen von den Bergspitzen herunter geweht hatte, konnten wir wieder Kraft tanken. Die Natur tat ihr Übriges dazu.

 

 

Man schämt sich im Nachhinein ein wenig für die Kleinigkeiten, die unseren Alltag durcheinander bringen und freut sich wieder über harmonische Momente, zusammen, ohne Hektik, ohne Termine – im Reinen mit sich und der Welt. Und man gibt sich leise das Versprechen, ein wenig von diesem Gefühl mit nach Hause zu nehmen, in der Hoffnung, dass es uns besonders gut und lange gelingt.

 

 

Wir hatten uns die ersten großen Ferien natürlich ganz anders vorgestellt. Familie ist nicht immer nur Ponyhof. Und Gesundheit keine Selbstverständlichkeit. Auch nicht für Kinder. Aber was uns nicht umbringt…

 

 

Die Ferien sind nun zu Ende, der Spätsommer hat uns voll im Griff und wir sortieren uns als Familie wieder neu für all die Herausforderungen, die uns jetzt im Herbst bevorstehen: die 2. Klasse, mein neuer Job, die verlängerte Betreuungszeit, Gesundheit, Familienzeit, Hyggeligkeit…

 

 

Die schönen Erinnerungen aus dem Sommer nehmen wir mit in unsere Herzen und in ein Fotobuch, die weniger schönen nehmen wir zum Anlass, um daraus zu lernen und weiter zu wachsen – und zwar zusammen.

 

 

Ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für all den Zuspruch, die Genesungswünsche, die vielen lieben Aufmerksamkeiten, den Krankenhausadventskalender und das Daumendrücken in dieser unangenehmen Zeit! Ganz gleich, woran man erkrankt ist, im Krankenhaus geht es den Wenigsten gut. Doch es macht viel aus, mit wem man durch die Krankheit geht, wer in dieser Zeit zu einem hält. Deshalb nochmals Dankeschön!!

 

 

Habt einen guten Start ins neue Schuljahr und bleibt gesund!!

 

Eure

 

 

 

 

 

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