SCH(N)EE

22/01/2018

„Es gibt so wunderweiße Nächte, drin alle Dinge Silber sind.“

Rainer Maria Rilke

 

 

Schon als Kind habe ich Schnee geliebt. Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Mein Elternhaus liegt viel höher im Odenwald, als es unser jetziges Zuhause tut. Da gab es Schnee, wenn es in der Stadt noch häßlichen Nieselregen aus den Wolken sprühte.

 

 

Und die LiLaLauneGroßeltern haben nicht nur einen unverwechselbaren Hüftschwung beim Schneeschaufeln auf Lager, sie verstehen sich auch wunderbar im Toben und Bauen in und mit der weißen Pracht. (Wo sind die beiden aufgewachsen, wo war das noch gleich? War da nicht auch der Yeti zuhause?)

 

Das färbt ab. Viele Winter wurde Schnee geschoben, Schlitten gezogen, Scheiben enteist, Gesichter eingeseift und Gliedmaßen für übermäßig große Schneemänner und  - wir wollen doch den kleinen Unterschied nicht vergessen – Schneefrauen gesucht und gefunden.

 

 

Das coolste Bauwerk aber war ein Iglu aus Dachlawinen und dem gesammelten Restschnee im Garten, in dem wir zum Schluss alle vier Platz hatten.

 

 

Das ist über 15 Jahre her. Und ich erinnere mich daran noch so, als wäre es gestern gewesen.

 

 

Heute, wo er bei uns in der Stadt so selten geworden ist, freue ich mich umso mehr, wenn es leise Flocken rieselt.

Wir flitzen dann meistens gleich nach draußen, mit dicken Handschuhen und Schneeschaufeln und laufen die ersten Fußspuren auf dem glitzernd-weißen Weg. Neulich Nacht war es wieder soweit. Dicke Flocken fielen aus dem Himmel und der kleine Schneeleopard und ich konnten nicht widerstehen. Eine kleine Nachtwanderung im Schnee muss einfach drin sein.

 

 

Der LiLaLaunePapa und das Katerle waren schon im Sofamodus und voll und ganz in die Sportschau vertieft. Also zogen der Junior und ich gemeinsam los. Dieses sanfte Knirschen unter den Stiefeln, die fetzigen Flocken im Gesicht… Wer sich bemüht, fängt eine mit der Zunge, oder zwei…

 

 

Leider blieb der Schnee nicht liegen. Zumindest nicht bei uns. Am Katzenbuckel schon. Weiße Pracht, die Sonne lacht.

 

Wer beim Schlittenfahren nicht wieder Kind wird hat wohl den falschen Schlitten. Oder den falschen Fahrstil…

 

 

LiLaLauneOma und LiLaLauneOpa, die beiden Schneehasen, sind natürlich auch mit von der Partie.

 

 

 

Die LiLaLauneTante und der LiLaLauneOnkel gesellen sich noch dazu.

 

 

Und auch der kleine Cousin gibt sein Debut im Schnee.

 

 

Berg rauf, Berg runter, rauf, runter, Schlittentausch, Poporutscher probieren, kleine Jause am Berg.

 

 

Einen Schneedinosaurier bauen, den LiLaLaunePapa einseifen, sich einfach fallen lassen, Schneeengel machen, Schneebengel bewerfen und über rote Nasen lachen…

 

 

Und wenn man dann seine Zehen nicht mehr spürt und der Körper angenehm schwer wird, wenn die Sonne hinter eisigen Wolken verschwindet und es an der Zeit ist, sich in die gute Stube zurück zu ziehen, dann blinzelt man noch zufrieden durch die kleinen, weißen Blitze und denkt bei sich: ach, war das wieder SCH(N)EE!!

 

Eure

 

 

 

 

 

 

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