Mutig-Mutiger-Mutter*

12/05/2017

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Mutter werden ist nichts für Feiglinge. Mutter sein schon gar nicht. Ständig wird man von seinen Kindern auf die Probe gestellt. Am Anfang hauptsächlich körperlich, später dann immer mehr auch psychisch, organisatorisch, verbal… Bei all den Herausforderungen, die der Job als Mutter mit sich bringt, den großen und kleinen Raufereien, den ständigen Diskussionen, den Wäschebergen und den Lutschern, die hin und wieder auf unseren Möbeln kleben, bin ich doch gerne Mutter. Wirklich! Sehr!

 

 

Heute war im Kindergarten Elterntag. Manche halten den Mutter- und den Vatertag ja für künstlich und plump. Man könne ja auch an jedem anderen Tag dankbar für seine Eltern sein. Da profitieren doch hauptsächlich die Blumen- und die Schmuckindustrie. Vielleicht.

 

Doch um ehrlich zu sein habe ich den Elterntag heute sehr genossen. Ich als Mama profitiere also auch. Der Feiertag mag vielleicht künstlich sein, die Gesten meiner Kinder waren es nicht.

 

 

Weder der Liedvortrag noch das selbstgebastelte Schlüsselbrett aus Treibholz, ebenso wenig der Kussmund, der sich im Glitzerherzchen versteckt hat, auch nicht die liebevollen Umarmungen und Küsschen und ganz bestimmt nicht meine kleinen Freudentränen…

 

 

Ich bin heute, wie an jedem anderen Tag auch, dankbar für meine Kinder. Dankbar dafür, dass ich Mama sein darf und das Leben einer Mama führen darf. Dafür, dass ich meine Familie genießen kann. Ohne Krieg und Armut, ohne Hunger oder Not, dafür mit Hoffnung, Freude und Stolz, mit Werten, die mir wichtig sind und gemeinsamen Erlebnissen, die uns zusammenschweißen.

 

 

„Ich arbeite in einer wundervollen Welt.“

 

Dieser Satz fasst es wohl zusammen. Er stammt von Anne Geddes, einer Künstlerin und Visionärin, die unter Zeitgenossen Ihresgleichen sucht. Vor über 30 Jahren schlug die Fotografin und Mutter einen neuen Weg in der Kinderfotografie ein. Sie ging weg von den gekünstelten Kinderportraits, die versuchten, ein Abbild der erwachsenen Welt zu sein.

 

 

Anne Geddes fühlte sich, dank ihrer sensiblen Beobachtungsgabe, in die Welt der Allerkleinsten hinein, experimentierte, suchte nach dem bestmöglichen Rahmen für ihre Motive. Die Kinder erschienen nun umgeben von zarten und weichen Materialien, zwischen Blumen oder Pflanzen, in die allerbuntesten Farben und Formen gehüllt, so wie es ihrer Natur entspricht. Werdende Mütter zeigen sich leicht bekleidet und zugleich ästhetisch, die Schwangerschaft in ihrer schönsten Form.

 

Geddes erschuf damit nicht nur wunderschöne und feinfühlige Bilder rund um das "neue Leben". Sie lehrte eine neue Sicht auf die Dinge. Das ist die wirklich herausragende Leistung, die sich hinter ihrem Werk verbirgt.

 

 

Zum Muttertag erscheint nun im TASCHEN VERLAG ihr neuer Bildband SMALL WORLD. Er umfasst zahlreiche Fotografien der Künstlerin, bekannte und bislang unveröffentlichte. Von der Entstehung neuen Lebens im Mutterleib,  über die Geburt sowie das Wachsen und Gedeihen von Babies und Kleinkindern.

 

 

Die Retrospektive gibt einen Überblick über die gesamte Palette ihrer Arbeit, mit Bildern in den buntesten Facetten und den gewohnt ungewohnten, humorvollen Motiven. Ganz und gar im Stil der Anne Geddes. Da wird aus Fotografie Poesie, aus einem Kinderportrait Kunst, die die Welt bewegt.

 

 

Babies sind einzigartig. Mütter auch. Und sie dürfen es auch sein. „Die Welt ist bunt. Vielfalt ist gesund.“  Gerade heute brauchen wir diese Sichtweise, diese Offenheit und Toleranz in unserer Gesellschaft. Gerade jetzt. Um uns vor Augen zu führen, was das Wesentliche im Leben ist. Vielleicht hilft da ein Blick durch die Linse von Anne Geddes.

 

 

Habt einen wunderschönen Muttertag!

 

 

 

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